Die Entrückung, ein wunderbares Ereignis

Die Entrückung ist ein wunderbares Ereignis und kann für alle an Jesus Christus Glaubenden heute noch stattfinden. Kein Mensch kann wissen, wann dieses große Ereignis eintritt. Ja, selbst den Engeln im Himmel und Gottes Sohn, Jesus Christus, ist diese Stunde verborgen: „Von jenem Tag aber und der Stunde weiß niemand, selbst nicht die Engel, die im Himmel sind, noch der Sohn, sondern nur der Vater“ (Markus 13,32). Nur das eine sehen wir aus den Zeichen der Zeit, dass diese weltgeschichtlich einzig dastehende gewaltige Begebenheit nahe bevorsteht. Darum warten Sie mit Ihrer Entscheidung, ob Sie Jesus Christus von Herzen annehmen wollen, nicht länger. Denn morgen kann es zu spät sein, und dann haben auch Sie durch die Schrecken der großen Drangsal zu gehen.

Die Entrückung kommt zu einer Zeit, in der sie es nicht erwarten

Unsere heutige Generation lebt betreffs des Wichtigsten, der Rettung der unsterblichen Seele, in derselben Sorglosigkeit und Gleichgültigkeit wie die Menschen vor der Sintflut: „Denn gleichwie sie in den Tagen vor der Flut waren: sie aßen und tranken, sie heirateten und wurden verheiratet, bis zu dem Tag, da Noah in die Arche einging und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und sie alle hinwegnahm, so wird auch sein die Ankunft des Sohnes des Menschen“ (Matthäus 24,38-39). „Wachet also, denn ihr wisset nicht, zu welcher Stunde euer Herr kommt“ (Matthäus 24,42). Sie fragen, wie wohl die Entrückung vor sich gehen werde. Hören Sie bitte weiter:

Eine belebte Stadtstraße mit Menschen, Geschäften und Autos. Die Szene zeigt die Entrückung der Gläubigen.

Das Wegnehmen der Glaubenden von der Erde geschieht auf der ganzen Erde und zu derselben Stunde. Während es z. B. bei uns um jene Stunde Nacht ist, ist es in China Tag. Plötzlich werden aus der Luft in allen Ländern und Gegenden bis in die abgelegensten Winkel der Erde helle, allesdurchdringende Posaunentöne vernommen. Darauf wird Jesus Christus selbst mit gewaltiger, über die ganze Erde erschallender Stimme die an Ihn Glaubenden zu sich rufen: „Denn der Herr selbst wird mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen“ (1. Thessalonicher 4,16). Diesen Ruf werden nicht nur die Lebenden, sondern auch die im Glauben an Jesus Christus Entschlafenen vernehmen. Mit dem Auszug aus dieser Leibeshütte fand der Einzug ihrer erlösten Seelen in das himmlische Paradies statt, während ihr Leib, ihr Pilgerkleid, der Erde oder dem Vergänglichen übergeben wurde. Ihre unsterblichen Seelen sind bei Gott. Bei der Entrückung, der ersten Auferstehung, wird Gott diese Seelen Seinem Sohn übergeben. Bei Seinem Kommen bis in die Luft nimmt Jesus Christus diese Seelen mit, und durch Seine ewige Macht, die alles ins Dasein rief, bewirkt Er die Wiedervereinigung der Seele und dem aus dem Staub auferweckten Auferstehungsleib: „Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und wieder auferstanden ist, also wird auch Gott die Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen“ (1. Thessalonicher 4,14). „Und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen“ (1. Thessalonicher 4,16). So gleich nach dieser Auferstehung findet die Umwandlung der noch lebenden Glaubenden statt: „Denn dies Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen und dies Sterbliche Unsterblichkeit“ (1. Korinther 15,53), und gemeinsam werden alle von der Erde emporgehoben in Wolken, um ihrem Lebensfürsten Jesus Christus zu begegnen in der Luft. Unermesslich werden nun der Jubel und die Freude sein in alle Ewigkeiten! Wollen Sie an diesem Siegeszug ohnegleichen und an dieser unaussprechlichen Freude und Wonne teilnehmen? Sie können es. Bitte kommen Sie, aber heute, morgen ist’s vielleicht zu spät.

Was danach gesehen wird

Nun folgen Sie bitte. Wir wollen nochmals aus dem Reich der von strahlendem Glück umgebenen Menschen auf diese Erde herabsteigen und sehen, was unmittelbar nach der Entrückung hier unten vor sich geht. Die so plötzlich verschwundenen, oftmals ihres Glaubens halber verlachten und verspotteten Menschen werden überall gesucht. Auch Henoch, den Gott wegnahm, suchten sie: „Durch Glauben ward Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehen sollte, und er ward nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung hat er das Zeugnis gehabt, dass er Gott wohlgefallen habe“ (Hebräer 11,5). Alle amtlichen Stellen erlassen Verschollenheitserklärungen – doch sie sind und bleiben unauffindbar. Nun dämmert es vielen Menschen auf: „Die Bibel hat doch recht.“

Die Entrückung findet vor dem Anbruch der großen Drangsalszeit statt. Oft hört man von Glaubenden aussprechen, dass auch die jetzt an Jesus Christus Gläubigen die große Drangsalszeit durchmachen müssen. Dabei stützen sie sich auf folgenden Vers: „Und wenn nicht jene Tage würden verkürzt werden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden“ (Matthäus 24,22). Diese Worte jedoch sind zu den in der großen Drangsalszeit gläubig gewordenen Juden gesagt: „Denn wir lesen zuvor, dass alsdann die, die in Judäa sind, auf die Berge fliehen, und wer auf dem Dach ist, nicht herabsteige“ (Matthäus 24,16-17). Berge Judäas gibt es aber nur in Palästina und ebene Dächer im Morgenland.

Die Eigenschaften der Gemeinden von Philadelphia als kleine Kraft von Glaubenden und von Laodizäa als lauwarme große Masse laufen bis zur Endzeit nebeneinander. Zu den Glaubenden aber in Philadelphia ist gesagt: „Weil du das Wort meines Ausharrens bewahrt hast, so werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, welche auf der Erde wohnen“ (Offenbarung 3,10). Das ist eine klare Sprache. Aber Gott bestätigt uns die Wegnahme der Glaubenden vor den Gerichten auch noch auf andere Weise. Jetzt ist der Heilige Geist noch auf Erden wirksam. Erst wenn dieser von der Erde weggenommen wird, kann sich das Böse zu voller Macht entfalten; mit dem Heiligen Geist werden aber alle diejenigen, die diesen Geist haben, weggenommen: „Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur ist jetzt der, welcher zurückhält (der Heilige Geist), bis er aus dem Weg ist, und dann wird geoffenbart werden der Gesetzlose (der Antichrist), den der Herr Jesus verzehren wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft“ (2. Thessalonicher 2,7-8). Ferner wissen wir: „Wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.“ Eine weitere, wohl die kräftigste Bestätigung Seiner Wegnahme der Glaubenden vor den Gerichten finden wir in Offenbarung Kapitel 4 und 5. Nach dem Ablauf der Kirchengeschichte (Offenbarung Kapitel 2 und 3) wird uns gesagt: „Nach diesem sah ich und siehe, eine Tür in dem Himmel geöffnet, und die erste Stimme, die ich gehört hatte, wie die einer Posaune mit mir reden, sprach: Komm hier herauf, und ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss“ (Offenbarung 4,1). Dort erblickt der Seher Johannes Folgendes: „Und rings um den Thron (Thron Gottes) 24 Throne und auf den Thronen 24 Älteste sitzend, bekleidet mit weißen Kleidern und auf ihren Häuptern goldene Kronen“ (Offenbarung 4,4). Diese zweimal 12 Ältesten sind 12 Vertreter aller Alttestament-Gläubigen und 12 aller Neutestament-Gläubigen. Ihr Gesang bestätigt dieses; denn in Kapitel 5, Vers 9 vernehmen wir: „Du hast uns Gott erkauft durch dein Blut aus jedem Stamm und Sprache und Volk und Nation.“

Vor dem Abschluss der großen Drangsalszeit wird die himmlische Hochzeit stattfinden: „Lasset uns fröhlich sein und jauchzen und ihm Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet. Und es ward ihr gegeben, dass sie gekleidet sei in feine Leinwand, glänzend und rein; denn die feine Leinwand sind die Gerechtigkeiten der Heiligen“ (Offenbarung 19,7-8). Diese Zubereitung der Gemeinde kann aber nicht auf Erden geschehen, sondern einzig im Himmel; sie ist ein Beweis dafür, dass die Glaubenden schon lange, bevor die Hochzeit des Lammes stattfinden wird, im Himmel sein müssen. Ferner wird Jesus Christus mit den Seinen, den Glaubenden, am Ende der großen Drangsalszeit zum Gericht vom Himmel kommen (Offenbarung 19,14). Diese Stellen des untrüglichen Wortes Gottes beweisen aufs klarste, dass die Wegnahme der Glaubenden erfolgt, bevor die Gerichte der großen Drangsalszeit beginnen.

Wir werden aufgefordert zu wachen, des Unglaubens, der vielen Irrlehrer und Verführer halber. „Wachet also, denn ihr wisset nicht, zu welcher Stunde euer Herr kommt“ (Matthäus 24,42).